Am 25. Oktober dieses Jahres finden in Oberhofen die Wahlen

 

Gemeinderat /Präsidium statt

 

Die politische Landschaft von Oberhofen zeichnet sich durch eine gewisse Stabilität aus. Vier Parteien dominieren bis heute die Gemeindepolitik und sind seit einigen Jahren im Gemeinderat vertreten. Unser Gemeinderat wird im Proporzverfahren gewählt; einige Oberhofnerinnen/Oberhofner würden das Majorzverfahren vorziehen. Die ist theoretisch möglich, braucht aber eine Anpassung unserer Reglemente. Das geht nicht von heute auf morgen. Entsprechende Vorstösse der Parteien oder der Bürgerrinnen und Bürger an der Gemeindeversammlung oder Initiativen wurde in den vergangenen Jahren nicht gemacht. Quintessenz: Wir alle sind zufrieden mit dem heutigen System der Proporzwahlen. Stimmt das tatsächlich? Aus den letzten eidg. Wahlen sollten wir etwas lernen: Statt, dass sich jede Partei mit Kandidatinnen/Kandidaten um Stimmen reisst, haben wir eine Alternative: Die Listenverbindung.

 

Eine Listenverbindung ist ein Wahlvorschlag, der von mehreren Parteien oder Wählergruppen gemeinsam aufgestellt wird. Bei der Mandatsverteilung werden die miteinander verbundenen Listen zunächst als eine einzige Liste behandelt, womit die Chance auf zusätzliche Mandate erhöht wird. Anschliessend werden die Sitze nach den Proporzregeln auf die einzelnen Listen verteilt.

 

Auch wenn es noch ein paar Monate bis zu den Wahlen dauert, sollten sich die verschiedenen Parteien Gedanken machen ob sie im Alleingang oder mit einer Listenverbindung an den Wahlen teilnehmen wollen. Ebenso angezeigt ist, dass die Parteien die notwendigen Vorkehrungen für die Motivation der jungen Generation treffen und sich für deren Wünsche einsetzen. Ohne aktive Werbung und Überzeugungskraft geht nichts!

 

Futuristisch, aber nicht abwegig: Wir sind Bürgerinnen und Bürger und sorgen gemeinsam, für unsere Gemeinde: Schaffen wir die Parteien ab und wählen das Majorzverfahren. Grosse unterschiedliche Ansichten, was die Dorfpolitik betrifft bestehen zwischen den Parteien in Oberhofen nicht, auch wenn an den Gemeindeversammlungen manchmal mehr links oder rechts argumentiert wird.

 

Politik hat kein gutes Image. Ihr Ansehen ist in den vergangenen Jahrzehnten immer weiter gesunken, das Vertrauen der Bevölkerung in ihre Arbeit ist auf einem Tiefpunkt angelangt. Und doch gibt es Menschen, die sich mit Begeisterung engagieren. Demokratie bedeutet auch: Engagement des/der Einzelnen für Fragen des Gemeinwohls und die Vereinbarung des sozialen Zusammenlebens mit gemeinsamen und unterschiedlichen Lebenswelten.

 

Machen wir vorwärts: Wir haben nicht mehr viel Zeit. Engagieren wir uns, dass die seit Jahrzehnten bewährte büergerliche Politlandschaft nach Möglichkeit erhalten bleibt und noch ausgebaut wird.